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 Die Abenteuer des Grafen zu Drachenfels - Die Prüfung

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Graf Tarajan
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BeitragThema: Die Abenteuer des Grafen zu Drachenfels - Die Prüfung   Di Dez 11, 2012 9:17 pm

III. Die Prüfung

Das Lindwurmabenteuer noch schwer  in den Knochen
Erreichten die beiden nach einigen Wochen
Die Mittleren Reiche, und hier in Azint
Tarajan gleich sein nächstes Abenteuer find’t.
Dort  in der Grafschaft Berelond
ein gewisser Sir Patrick von Hohenfels wohnt..
Mit Gastfreundschaft hält man sich nicht lange auf
Denn alsbald tauchen Untote auf – ein ganzer Hauf
Die sind auf Frischfleisch nun ganz gierig
Und sie zu bekämpfen erweist sich als schwierig.
Mit Pfeilen kann man da nicht viel machen
Darüber die Untoten höchstens lachen
Ein Feuerball wirkt da schon besser
Oder man zerhaut sie mit Schwert und Messer.
Die erste Welle wird vernichtet
Doch alsbald man die zweite sichtet
Auch eine dritte rollt heran
Und fordert das letzte von jedem Mann
Und zwischendurch dann, in den Pausen
Sieht Tarajan man aufs Schlachtfeld sausen
Wo er geschickt sein Schwert so führt
Dass manch Untoter seinen Kopf verliert
Dann fühlt sich Tarajan ganz groß
Und jubelt lauthals „Todesstoss“.

Sir Patrick ist beeindruckt von diesem Mann
Und bietet ihm folgenden Handel an.
„Du wirst ein Graf, gar kein Problem
durch eine Prüfung, die zwar unangenehm
doch durchaus legal. Doch zuvor bittet um Geleit
aus El Kash ein Gesandter und bist du gescheit
dann sage schnell ja, denn dieser Mann
ist vielleicht ein Mitglied morgen in der Jury dann.
Und es gilt hier in diesem Land:
Einer wasche des anderen Hand.

Ein Graf zu sein obwohl der Vater noch lebt
Ist genau das, wonach unser Tarajan strebt.
So schlägt er ein ohne lange zu zaudern
Geht kurz noch ins Zelt, um mit Kiara zu plaudern
Worauf diese gleich ihre Sachen packt
Und auch welche für ihn – falls er wieder nackt.

Zurück bei Graf Berelont wird ihnen verkündet
Es geht in die Unterwelt, wo der Gral sich befindet
mit dessen Hilfe man besiegt
jeden Untoten, der einen bekriegt.

Der Gesandte, der geht voran
Weil den Weg er weisen kann
Wahrscheinlich tut er dort öfters hinrennen
Denn woher sollt er den Weg sonst kennen.
Man kommt an einen Fluss, auf demselben ein Kahn
Und in dem Kahn da sitzt ein Mann
Es ist der Wächter zur Unterwelt
Und er bringt alle dorthin für das nötige Geld,
wobei er, das sagt er ganz ungeniert
nur one-way-Tickets akzeptiert.
Doch da unsre Helden nicht dort bleiben wollen
Gibt’s lange Verhandlungen mit Feilschen und Schmollen
Bis man den Wächter dazu gebracht
Er kriegt sein Geld, noch diese Nacht
Aber erst, nachdem er alle Mann
Wieder zurück ans Ufer gebracht mit seinem Kahn.
Nachdem dies geklärt, ist man auch gleich
Am Eingang von dem Totenreich.

Dort wird verkündet allen laut
Dass man von Magie hier nicht erbaut.
Heilzauber zum Beispiel alleweil
Verwandeln sich ins Gegenteil
Und Schadenszauber voller Tücke
Fallen auf einen selbst zurücke.
So dass bei Angriff jeder Mann
Sich nur mit der Waffe verteidigen kann.

Tarajan bemerkt indessen
Er hat im Lager sein Schwert vergessen
Es liegt dort im Zelt, viele Meilen entfernt
Das hat er von Großen Ramirez gelernt.


Inzwischen schreit laut aus dem Dunkeln
Herzerweichend eine Frau, bedeckt mit Furunkeln.
„Oh befreiet mich von den grässlichen Dingern“
fleht sie mit schmerz verkrümmten Fingern.
„die tun ganz greußlich weh, das kann ich euch sagen“
Na, wer kann einem Weib so ne Bitte abschlagen.
Sogleich beginnt die Furunkeloperation
Die Frau brüllt immer lauter, immer schriller ihr Ton
Überströmt ist ihr Körper bald vom Blute so rot.
Am Ende: Operation gelungen – doch Patientin tot.
Sogleich tut ihr Körper in Nichts zerrinnen
Na ja, man kann ja auch nicht immer gewinnen.

Der weitere Weg durch den Dungeon führt
Vorbei an feurigen Stangen, die, wenn man sie berührt
Einem Schmerzen zufügen, welch ein Malheur
Als ob es nicht so schon unbequem genug wär
Auf allen vieren zu kriechen und auch auf dem Bauch
Denn eng ist der Tunnel – und verdammt niedrig auch.

Ach wie froh sind alle Mann
Als man endlich wieder stehen kann.
In einer Höhle der Gang mündet
In der eine Statue sich befindet
Dort eine Schrift ins Auge fällt
Die ein Rätsel wohl enthält..
Erlaubt ist, ihr ahnt das sicher schon
Nur eine Antwort pro Person.
Und als die richtige Antwort endlich erschallt
Die Statue in tausend Stücke zerknallt
Gibt frei einen Gang. Liegt dahinter der Gral?
Denkste – man stößt zuerst einmal
Auf Wachen, die mit ihren Waffen
Allen machen schwer zu schaffen
Vor allem unser Tarajan
Tut schwer sich im Kampfe Mann gegen Mann.
Die Gefährten fallen wie die Fliegen
Die Typen sind schwer zu besiegen.
Schon man sich um den Kampfausgang sorgt
da – schnell Tarajan sich ein scharfes Schwert borgt
von einem, der gar schwer verletzt
denn der braucht es ja nicht jetzt.
Und mit noch einem Kämpfer, der übrig geblieben
Hat er die Wachen in den Tod getrieben.
Zum Glück haben die Heiltränke funktioniert
Und ham alle Kämpfer gleich kuriert.
.
Da quellen gleich hinter dem nächsten Tor
Wieder so lästige Wachen hervor.
Wahrscheinlich – soviel steht schon fest
Ist in der Nähe hier ein Nest.
Man kämpft frei sich den Weg und dann sieht man ihn schon
Den schimmernden Gral – aller Mühe Lohn.

Der Rückzug ist nun eher leicht
Und bald hat man den Fluss erreicht
Wo der Wächter schon die Hand ausstreckt
Als unsre Helden er entdeckt.
Doch noch muss er warten auf seinen Lohn
So greift er brummelnd zum Paddel und schon
Bald sind alle in Sicherheit, nicht einer fehlt
Worauf der Fährmann endlich seine Münze erhält.
Alle sind glücklich, der Gral ist geborgen
Ab geht’s in die Heia bis zum nächsten Morgen.

Am nächsten Morgen stand sodann
Auch gleich die Grafenprüfung an.
Viel tapfere Mannen hat Tarajan auserwählt
Weil bei den Aufgaben sicher Kampfeskraft zählt.
Voran ein kühner Recke in schwerem Eisen
Bewaffnet bis an die Zähne, das tat beweisen
Das hier ein Mann von großem Mut
Dem Tarajan gern helfen tut.
Zwei Gesandte, die heut als Schiris fungieren,
Das Grüppchen in den Wald dann führen
Doch kaum sind im Wald sie ein kurzes Stück
Da treibt’s den Eisenmann zurück
„Entschuldigt Leute, ich muss mal pieseln
ich lass es nicht in die Rüstung rieseln
denn diese ist neu und hat viel gekostet
da will ich nicht, dass sie gleich rostet.“
Spricht’s und macht drauf voll die Platte
Worauf man nun einen Kämpfer weniger hatte.

Bald drauf der Weg wird ungeniert
Von Waldarbeitern voll blockiert.
„Dies ist unser Land und das Land unsre Väter
dieser Sir Patrick, der kam erst viel später
drum zahlt uns den Wegzoll oder gehet zurück“
Allein durch Tarajans Verhandlungsgeschick
Ist bald frei die Passage, dann dem Gesandten einfällt
Es wär vielleicht witzig, wenn er ein Rätsel nun stellt.
Letzteres ist gar nicht so einfach, und richtig schwer denken
Muss Tarajan, bis die Gefährten lenken
Ihn auf die richtige Lösung dann
So ist bald auch die zweite Aufgabe getan

In fast jedem Wald, das weiß ein jeder
Da kommen früher oder später
Die Räuber, die sind sehr gefährlich
Aber Tarajan, ganz ehrlich
Mit seinen Gefährten in kurzer Weile
Verpasst den Räubern richtig Keile.
Worauf  jeder dann von denen sucht
Sehr rasch sein Heil nun in der Flucht.

Kaum waren die eigenen tiefen Wunden
Unserer Helden versorget und verbunden
Stieß man ein eine Mauer – die war imaginär
Deshalb war zu sehen sie so schwer
Diese sollt man bezwingen, das heißt: drüber steigen
Jetzt tat sich die Spreu vom Weizen zeigen
Nur dreien gelingt’s, nur drei kommen weiter
Dies wiederum stimmt nun die Räuber sehr heiter
Die grinsend sie willkommen heißen.
Schon wieder heißt es Mut beweisen
Doch mit aller Kraft und auch viel Blut
wird gewonnen der Kampf und das ist auch gut.

Zunächst einmal muss der nun sehr kleine Haufen
Sich erst mal erholen und etwas verschnaufen.
Dann ist schon die nächste Aufgabe dran:
Armdrücken mit Klein Jonathan
Der Kleine entpuppt sich als ein Kerl wie ein Schrank
Doch wuchs das Gehirn nicht mit, den Göttern sei Dank
Zwar ist an Kraft er dem Tarajan sehr überlegen
Da muss es doch andere Lösungen geben?
Geldangebote bringen Tarajan nicht weiter
Doch die Aussicht auf Frauen stimmen Jonathan heiter
Und für viele Altweiber ist er gerne bereit
Den Kampf zu verlieren, was nun Tarajan freut.

Danach wird Tarajan an einen Baumstupf geführt
Und ihm dort eröffnet, dass er den Kopf nun verliert
Und Tarajan legt brav sein Haupt
Ganz ohne Zittern (wer’s ihm glaubt)
Und sieht angeblich ohne Grausen
Die schwere Axt auf sich nieder sausen.
Natürlich wird das Beil gestoppt
Die andern ham ihn nur gefoppt
Sie testeten lediglich seinen Mut
Ob er weiß, wie in Würde man sterben tut
Nun, ich bin ja wirklich Optimist
Doch frag ich mich, wie dämlich ist
Ein Schwein, das zum Metzger rennt – freiwillig – von ganz allein
Nur damit die andern bei der Wurst sagen: es war ein mutiges Schwein
Und um die Enthauptung als Mutprobe zu sehn
Muss man wohl ein Mann sein, um das zu verstehn.

Die Prüfung ist zu Ende, die Spannung tut steigen
Die Gesandten Sir Patrick die Ergebnisse zeigen
Worauf dieser erklärt, ganz ungeniert
Er gäb sein Ok, wenn dafür schmiert
Dieser Tarajan ihn mächtig
Mit einem Fest, welches sehr prächtig
Denn es ist nun mal so in diesem Land
Der eine wäscht des anderen Hand.

Tarajan nimmt auch diese Aufgabe sehr wichtig
Wenn schon schmieren, dann auch richtig
So ordert er Trommeln und Gesang
Denn der Abend wird bestimmt sehr lang.
Ein Feuerschlucker wird angestellt
Und jemand, der gute Geschichten erzählt.
Ja, Tarajan kniet sich richtig rein
Da tönt auf einmal lautes Schrei’n.
Die Untoten sind wieder da
Und zwar in ziemlich großer Schar
Ihr Anführer Jorgan treibt sie an
Um zu vernichten alle Mann
Die sich ihnen entgegenstellen.
Doch wie schon oft in vielen Fällen
Macht’ er die Rechnung ohne Wirt
Das heißt: er hat kräftig sich geirrt
Denn der heilige Gral zwingt ihn in die Knie
Und alle seine Untoten sind jetzt endgültig hie.

Nun wirds fürwahr ein prächtiges Fest
Wo’s ein jeder richtig krachen lässt
Und mittenrein in diesen Trubel
Verkündet unter großem Jubel
Sir Patrick: hier, der Tarajan tat’s schaffen
Wir haben einen neuen Grafen!
Doch vom Titel allein man nicht leben kann
Darum hat unser König, der gute Mann
Ihm ein Lehen geschenkt,  ein kleines Land
Das Bolkheim heißt, euch wohl bekannt

So wurd am Ende alles gut
Mit viel Kampf und mit viel Mut
Und auch mit ein klein bisschen Geschmier
Geht Tarajan heute als Graf herfür
Zu Drachenfels wird er sich nennen
Ein Name, den wir vom Vater her kennen
Und lange schallts an den Feuern noch
Graf Tarajan, er lebe hoch.

Eigentlich wär mit diesem Abenteuer jetzt Schluss
Doch eins gibt’s noch, das ich erzählen muss:
Der Graf zu Hohenfels hatte da noch ein Problem
Welches für ihn nicht so angenehm
Sein Land litt, so hört man ihn sagen
Unter einer schrecklichen Koboldplagen.
Es war eine Spezies, die, wie geschert,
Sich durch mächtige Eiergelege vermehrt.
Die Eier musste man finden, weil sonst in wenigen Wochen
Neue Kobolde aus denselben raus krochen
So machten viele sich auf, wenn auch unter fluchen
Um die gut versteckten Nester zu suchen.
Und wurde man fündig, hat mancher dreist
So ein Ei auch gleich verspeist.
Auch Tarajan tat so entdecken
Dass Koboldeier lecker schmecken.

Er plünderte so manches Nest
Und dachte: Super, dieses Fest
Die Eier schmecken so bombastisch
Einfach köstlich, so fantastisch
Und dieses Suchen bringt so viel Spaß
Darum beschließe ich sogleich hier, dass
In jedem Jahr , wenn Frühjahrszeit,
die Bäume grün, wenn’s nicht mehr schneit
auch in Bolkeim  die Menschen Eier finden
gleich morgen lasse ich’s verkünden
und da Koboldeier bei uns nicht zu haben
Soll man an Hühnereiern stattdessen sich laben
Welche vorher gekocht – ja und die Schalen
Derselben soll man bunt bemalen
So dass am Ende jedes Kind
seine Eier findet ganz geschwind.
Und dieser Eiertag  im Jahr
Soll daran erinnern, was heute geschah
Dass Tarajan bestanden alle Prüfungen brav
und ab heute nennen sich durfte Graf.

- Aus der Feder von Ela von Salthara -
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